Unterwegs in Indonesien

Weiter gehts mit unserem Blog. Wie ihr gesehen habt, haben wir endlich, unter halben Nervenzusammenbrüchen Bilder hochladen können. Zur Zeit sind wir am in Ende. Dies liegt mitten in Flores und ist in keinster Weise das Ende.

Nun zu unseren Erlebnissen:

Westtimor und Flores

Nachdem wir Osttimor mit einer turbulenten Busreise verlassen haben, gings weiter nach Kupang. Eigentlich wollten wir gleich weiter nach Flores, wurden aber von Aka, einem lustigen einheimischen Guide angequatscht, der mit uns eine dreitägige Tour machte. Ironischerweise brachte er uns wieder nordwärts in die Nähe von Osttimor. Da hätten wir uns die lange und beschwerliche Busreise ersparen können. Die Tage waren allerdings sehr lehrreich und spannend.

Tag 1: Wir haben gesehen wie die Westtimorler Salz gewinnen, und Zucker aus Palmensaft herstellen.

Weiter gings zu einem bekannten Musikinstrumenten Hersteller. Zarah hats auch probiert, was uns umso mehr bestätigte, dass das Instrument schwierig zu spielen ist. Aber echt cool.

Dann gings ins Dorf None, das bekannt dafür ist, dass sie nie einen Kampf verloren haben. Unser Guide erklärte uns auch woran das liegt. In der Mitte hats eine Disskusionsplatform, auf der man sich getroffen hat um die Lage zu diskutieren. Dann gings weiter zur Klippe, wo der Entscheidungsstein ist, bei dem man dann eine definitive Entscheidung treffen muss. Dann gehts weiter zum „Dorfmagier“, der mithilfe eines Stocks und rohen Eiern entscheidet, ob der Krieg so gewonnen wird. Falls nicht- alles von Anfang an 🙂 Echt lustig aber anscheinend hat es funktioniert… Das Dörfchen war super sympathisch und wie immer wurden wir von einer Meute Kindern begleitet, die unsere Gesichter spannend finden.

Übernachtet haben wir in Kefa der Heimatstadt unseres Guides und wurden von seiner Frau bekocht und seinen sieben Kindern begrüsst.

Tag zwei

Schule besucht, von Kindern überrannt wie immer. Mit dem Mopet weiter zum einheimischen Markt. Nachdem wir von ALLEN begrüsst, alle ein Föteli von uns machen konnten und wir genug angegafft wurden, gings weiter zu einem Dorf namens Tamkesi.

Der weg war echt abenteuerlich und wir waren froh, dass das Mopet den Hügel geschafft hat. Oben angekommen fühlten wir uns wie auf einer Schweizer Alp. Grasgrüne Wiesen gespickt mit Kühen und Berge rundherum.

Tamkesi ist ein sehr spezielles Dorf. Dazu möchten wir noch erwähnen, dass in den Dörfern die meisten Hütten aus Schilf sind und aussehen wie grosse Pilze. In jedem Dorf gibt es ausserdem einige Regeln, die man befolgen muss. In Tamkesi durfte man nichts auf den Boden fallen lassen und nicht ausrutschen. Dies würde grosses Unglück für das Dorf bedeuten. Und die Opferrituale sind nicht gerade Tiergerecht… Ein elfjähriges Mädchen hat uns einen steilen Berghang hinaufgeführt, von wo die Aussicht einfach Bombe war. Leider war das Mädchen noch unfitter als wir, was sicher vom Bitternut kauen und rauchen kommt. Dieses Bitternut ist auf der ganzen Insel verbreitet und leider haben die Leute keine Ahnung was es anrichtet…

Tag drei

Erst mit dem Bemo nach Nickinicki wo wir nach Mopets ausschau hielten, die uns nach Botti bringen konnten. Leider waren unserem Guide sämtliche Mopets zu teuer (obwohl wir eh bezahlen) und wir fuhren mit einem Pickup halbe Strecke, wo es keine Aussicht mehr auf Mopets hatte. Nach einer Stunde in der Gegend rumirren (das war auch für den Guide das erste mal, was wir nach kurzem rausfanden) fanden wir ein Dörfli, das für uns Mopeds organisierte, die uns doch noch nach Bott brachten. Das war eine Höllenfahrt!!! Strassen kann man dies nicht nennen und wir haben uns hinten auf den Töfflis ganz schön festgeklammert.

Nun zu Botti: in Botti lebt der letzte König von Timor. Er ist ca. 40 Jahre alt und hat seine Traumfrau leider noch nicht gefunden. Also Mädels!! Wer will in einem kleinen Paradies, wo die Welt absolut noch in Ordnung ist leben? Geht nach Botti! Allerdings muss man wohl auf einiges verzichten, wenn man traditionell aufwächst… Wenn ein Kind in Botti geboren wird, entscheiden die Eltern, ob es in der Moderne oder im traditionellen Dorf aufwachen soll. Grundsätzlich gilt: ein Kind in die Moderne (inkl. Schule), ein Kind traditionell im Dorf (keine Schule). Falls es Unstimmigkeiten gibt, entscheidet einfach der König.

Die Rückreise war auch wieder ziemlich abenteuerlich. Wir haben sie aber ohne Probleme überstanden.

Anschliessend blieben wir noch einen Tag in Kupang und nahmen danach das Flugzeug nach Maumere in Flores. So war jedenfalls der Plan.

Auf nach Flores

Nachdem wir gut 1.5 Stunden im Flieger unterwegs waren und uns schon wunderten, da der Flug nur eine halbe Stunden dauern sollte, kam plötzlich eine Durchsage. Leider haben wir sie nicht verstanden, da sie natürlich auf Indonesisch war. Wir konnten nur Denpasar heraus hören. So war es dann auch: Wir landeten wieder in Bali anstatt auf Flores. So konnten wir dann auf Kosten der Airline eine zusätzliche Nacht in Bali verbringen. Was für ein Stress… Es ging leider eine ganze Weile, bis wir im Hotel waren, da wir einfach keine Infos bekamen. Am nächsten Tag schafften wir es dann doch noch nach Maumere, wo wir uns eine gemütliches Bungalow am Meer suchten und gleich zwei Nächte blieben. Lustigerweise gab es dort kein Restaurant, weshalb wir immer mit dem Boot abgeholt wurden. So waren wir alleine an einem Strand, der für niemand anderes zugänglich war. Echt schön die Seele baumeln zu lassen.

Nächster Stopp war dann ein Dorf namens Moni. Das Dörfli hat eigentlich wenig zu bieten. Es liegt glücklicherweise einfach am Fusse des Mount Kelimutu! Und wieder einmal genossen wir einen Sonnenaufgang auf einem grossen Vulkan. Zum Glück mussten wir aber nicht alles laufen, da eine Strasse bis fast zum Gipfel führt. Der Kelimutu ist echt etwas besonderes. Auf dem Gipfel hat es drei farbige Kraterseen, von welchen zwei immer mal wieder die Farbe ändern. Die Landschaft war so schön, dass wir gleich zwei Stunden dort oben verweilten. Hinunter zum Dorf sind wir dann aber gelaufen, was wir auch jetzt zwei Tage später immer noch in den Beinen spüren.

Wie gesagt, sind wir zurzeit in Ende und freuen uns auf die Drachen von Komodo, die unser nächstes Ziel sind!

Als bis bald! Es geht ja nicht mehr all zulange bis wir wieder in der Schweiz landen. Damit ihr nicht immer wieder fragen müsst: Wir landen am 28.05. um ca. 22:00 Uhr 😉

8 Gedanken zu „Unterwegs in Indonesien

  1. haha, ja müend wohl no e wuche id Quarantäne. müend denn halt no chli warte 🙂 oder mi chömed eifach use und schmuggled ois verbii. stecked denn eu halt aa mit dengue, mage-darm und bettflöh!! nene, isch alles überstande 🙂

    Ja sevy das mit de decki würde sich irichte lah, wemmer eini gsehnd. isch ja „Handarbeit“ und somit e einzelafertigung 😉 hoff ich find si..

    gaaanz liebi grüessli us Lombok

  2. Ou hoffentli müends nöd durd quarantäne 😉 – Aber vilicht ja dur dä zoll… apropos zoll: (was für tolli ä überleitig… =) chöntet ihr mir nöd, wänn ihr zuefällig eini gsehnd & möged träge, nomal sone blaui elefante-tischdecki poschte? Oder öpis ähnlichs… dä rené isch ebe recht iigschnappt gsi das ich für ihn keini mitbracht ha und eusi vo dihai „z’opfere“ stinkt mer biz… ;)) danke und än fette schmatzer! 😉

    1. uiuiui die Zeit verfliegt soo schnell! meine Güte, jetzt müssen wir nur noch mal kurz am Strand ausplämperlen und dann noch fünf Tage Bangkok. Froie mich auf zu Hause, könnte jedoch noch eine weile geniessen:) naja, nach Bangkok sind wir dann sicher sehr froh von da weg zu kommen..
      bis bald meine liebe Freundin und eine kleine Umarmung im Voraus. Die grosse gibts dann am Flughafen 😉

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