Mehrheitlich unter Wasser

Endlich war es so weit: Wir gingen zum Komodo Nationalpark! Unser letztes wirklich geplantes Ziel. Übernachtet haben wir in Labuan Bajo, ein kleines Dörfchen, das komplett auf Touristen zugeschnitten ist. Was auch gut ist, so konnten wir endlich wieder mal eine richtig super feine Pizza essen und uns mit anderen Touristen unterhalten! 🙂

Im ganzen Dorf wimmelt es nur so von Tauchschulen. So entschlossen wir uns dann gleich mal, auch bei einer Schule vorbeizuschauen. (Die beim Hotel um die Ecke). Der deutsche Besitzer hat uns gleich mal ein dreitägiges Tauchprogramm aufgeschwatzt, plus ein Schnorcheltag. Eigentlich wollten wir ja nur mal einen, oder zwei Tauchgänge machen… So haben wir dann gleich neun Tauchgänge in drei Tagen gebucht. Im Endeffekt, kam es etwas anders und wir hatten nur sieben Tauchgänge. Aber egal, es war spassig!

Am ersten Tag des Programms gingen wir einfach Schnorcheln. Und das hat uns schon fast umgehaugen. Wir haben ja gehört, dass das Meer bei Komodo super sein, aber gleich so voller Leben? Unglaublich! Riesige Schwärme von grossen Fischen, Haie, Schildkröten und was sonst noch so im Nass wohnt. Es war fantastisch. Ab dem zweiten Tag gingen wir dann auch mit Tauchen und auch das war bombastisch.

Am Nachmittag des zweiten Tages haben wir dann mit dem Tauchboot noch einen Abstecher nach Rinca gemacht. Eine der Inseln im Komodo-Nationalpark auf der die grössten Echsen der Welt wohnen: Der Komodo-Waran. Oder auch: Drache!!

Es war faszinierend fünf Meter von diesen Reptilien entfernt zu stehen, die länger sind als wir und auch ausgewachsene Büffel auf ihrem Menüplan haben. Leider war es aber schon später am Tag, als wir auf der Insel ankamen. Deshalb waren die Drachen nicht gerade sonderlich aktiv. Den ein oder anderen haben wir aber noch herumlaufen und ein Weibchen auf ihrem Nest gesehen. Es war ein kurzer Ausflug auf die Insel, hat sich aber doch gelohnt.

Am dritten Tag wurde es dann langsam etwas bizzarrer auf dem Tauchboot. Nachdem wir gut eine Stunde aus dem Hafen weggefahren sind, hat die Crew gemerkt, dass sie das Kompressoröl vergessen haben… Also alles wieder zurück… Das war etwas mühsam. Und die drei Tauchgänge haben wir dann auch ziemlich schnell hintereinander gemacht, so dass wir am Abend ziemlich erschöpft ins Bett fielen.

Der letzte Tag war dann noch katastrophaler was die Organisation auf dem Boot anbelangt. Beim ersten Tauchgang hat die Crew gemerkt, dass sie nicht genug Blei mit genommen haben. So konnten dann zwei Passagiere nicht tauchen gehen. Ebenfalls hatten sie zu wenig Tarierjackets, weshalb nur drei der vier Tauchlehrer ins Wasser konnten. Naja.

Schlimmer wurde es dann nach dem ersten Tauchgang (der übrigens super war): Da hats dann plötzlich den Kompressor verhauen. Das heisst: Keine Luft mehr für die Sauerstoffflaschen. Und das nächste Ziel war der Hauptgrund, weshalb wir tauchen wollten: Manta-Point! Sie haben dann noch einen Mechaniker gerufen, der natürlich zwei Stunden Weg hatte. Schlussendlich gingen wir dann einfach mal zum Manta-Point. Leider waren aber immer noch nicht genug Flaschen gefüllt. Naja: als wir dann aber zahlreiche ziemlich grosse Schatten unter der Oberfläche gesehen haben, packten wir einfach unsere Masken und Schnorchel und sprangen so ins Wasser. Und das war einfach nur gewaltig! Plötzlich „fliegen“ Gruppen von 4-5 Meter breiten Mantas von 5-7 Stück an uns vorbei. Ein Anblick den wir wohl nicht so schnell vergessen werden.

Wir sind dann immer wieder ins Boot, haben geschaut wo sie sind und wieder ab ins Wasser. Sogar die Riesenschildkröte die da auch noch rumschwirrte war direkt langweilig.

Dann gings zum letzten Tauchspott. Und irgendswie waren dann doch 10 Flaschen bereit. Keine Ahnung wie das geklappt hat. Sie meinten die ganze Zeit der Kompressor sei immer noch hinüber. Das war dann das Highlight und ein super Abschluss unserer Tauchtage. Das Riff war bombastisch farbig und eine richtige Fischsuppe. Einfach wunderbar!

Am Abend gab uns der Besitzer der Tauschule dann doch noch, ohne Probleme, etwas Geld zurück, da der ganze Tag etwas mühsam war und wir nur zwei Tauchgänge machen konnten. Immerhin.

Am nächsten Tag wollten wir dann eigentlich ein Boot nehmen, das gut drei Tage hat bis nach Lombok. Inklusive Ausflüge etc. Leider fuhr das gar nicht an diesem Tag. Und nochmals zwei Tage in Labuan Bajo? Nein Danke. Wir entschlossen uns dann kurzfristig den harten Weg zu gehen: 6 Stunden Fähre + 12 Stunden Bus + 2 Stunden Fähre + 2 Stunden Bus und wir waren in Lombok. Eigentlich sind die geplanten 24 Reisestunden doch noch schnell vorüber gegangen. (Trotz kotzenden Asiaten hinter Zarahs Ohr)

Und jetzt sind wir in Lombok. Erst waren wir noch in Senggigi und nun in Kuta Lombok. Wir machen zurzeit nicht mehr sehr viel, sondern lesen einfach viel und liegen in der Gegend rum. Morgen gehen wir nochmals nach Bali, da Lombok doch nicht das bietet, was wir zurzeit möchten. Dann haben wir noch drei Tage Bali und dann gehts auch schon wieder nach Bangkok, unser letzte Aufenthalt.

Bis bald ihr Lieben!

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