So wir schreiben hier mal wieder ein kleines Update. Leider können wir wegen dem unglaublich langsamen Internet zurzeit keine Fotos zeigen.
In Osttimor erleben wir Ups and Downs. Als wir hier gelandet sind, fühlten wir uns zu Beginn eher als seien wir in Afrika als in Asien. Alles staubig, herunter gekommen und eine grässliche Hitze. Auch hörten wir, dass wir nach Einbruch der Dunkelheit die Strassen von Dili lieber meiden sollten. Ein richtiger Kulturschock.
Am ersten Tag liefen wir dann mal in Dili herum, um die Stadt zu erkunden. Wir merkten schnell, dass es hier gar nicht so viel zu sehen gibt und wir die einzigen Touristen sind. Alle anderen Weissen arbeiten entweder für die UNO oder für irgendwelche Hilfswerke. Erfrischend war jedoch, dass uns überhaupt niemand irgendetwas auf der Strasse verkaufen wollte, wie es in allen anderen asiatischen Ländern üblich ist. Was uns zuerst sehr unangenehm war, dass uns alle anstarrten und immer wieder „Malai! Malai“ rufen. Später fanden wir heraus, dass das einfach nur Ausländer heisst, aber nicht abwertend. Sie sind einfach nur fasziniert von unseren langen Nasen.
Am nächsten Tag gingen wir dann mal noch die etwa einzige Sehenswürdigkeit anschauen. Eine riesige Jesus-Statue auf einem Hügel ausserhalb von Dili. Ganz nett, aber ein kräftezehrender Aufstieg in der brütenden Hitze. Die Aussicht auf dem Hügel war aber phänomenal und wir entdeckten einen verlassenen, traumhaften Strand gleich ausserhalb Dili. Echt spannend zu sehen, dass diese eher dreckige Hauptstadt des Landes von traumhaften und verlassenen Stränden umgeben ist.
Tags darauf entschieden wir uns dazu, uns um das Visum für Indonesien zu kümmern. Wir sind uns gewohnt, dass das ja eigentlich ziemlich einfach ist. Leider ist dies hier in Dili nicht der Fall. Eine lange Geschichte kurz gefasst: wir brauchten insgesamt vier Tage, um überhaupt in die Botschaft hineinzukommen. Dabei haben wir fast unsere Pässe verloren, wurden je um $60 betrogen etc. Immerhin haben wir noch Paul kennen gelernt. Der mit uns das Selbe durchmachte.
Wir haben dann doch auch noch die schönen Seiten von Dili kennen gelernt: Wirklich traumhafte Strände, super Schnorcheln und atemberaubende Sonnenuntergänge!
Wirklich viel baden gegangen sind wir dann aber nicht. Der Hauptgrund waren Geschichten über Salzwasserkrokodile, welche sich um ganz Timor herum befinden. Aber dazu folgt noch mehr.
Wir machten ebenfalls noch einen Abstecher auf die Insel Atauro, welche sich gut 30 Km von Dili entfernt befindet. Eine wunderschöne Insel mit umwerfenden Schnorchelmöglichkeiten! Dort ist noch eine heile Welt. Die Preise sind aber leider, wie eigentlich überall in Osttimor, ziemlich überrissen. In Osttimor ist es leider so, dass die Hilfswerke und die UNO Mitarbeiter es irgendwie geschafft haben, den Tourismus ziemlich zu zerstören. Diese Leute verdienen einfach zu viel und sind so gerne bereit für ein einfaches Zimmer $40 oder mehr zu bezahlen. Was schlicht ausserhalb unseres Budgets liegt…
Nachdem wir aber dann endlich die Visumbewerbung in der Botschaft abgeben konnten, nahmen wir so schnell wie möglich den nächsten Bus aus Dili hinaus, in Richtung Jaco-Island. Leider hat sich diese ganze Reise als sehr beschwerlich herausgestellt. Aber gelohnt hat sie sich auf jeden Fall!
Wir brauchten zwei ganze Tage, um bis nach Tutuala zu gelangen, von wo wir dann noch 2.5 Stunden im dunkeln bis zum Strand hinunterlaufen mussten, wo sich die einzigen zwei Unterkünfte in Osten von Osttimor befinden. Ebenfalls der Rückweg: zwei Tage… davon mussten wir am ersten Tag 9 Stunden auf verschiedenen Buse warten. Manchmal haben diese Leute einfach keine Lust den Bus zu fahren (Wahrscheinlich wegen Ostern). Im Endeffekt kamen wir an diesem Wartetag gerade mal 40 Km weit… Sehr deprimierend. Eigentlich wollten wir am selben Tag noch Dili erreichen. Wir hatten dann Glück am nächsten Tag, dass uns Leute, die wir kennengelernt haben, uns in Los Palos abgeholt haben, da sie ebenfalls nach Dili mussten. So sassen wir beide dann gut 6 Stunden auf der Ladefläche eines PickUps, eingezwängt zwischen Benzinkanistern, Dieseltanks etc. Unsere Reisefüdlis haben auf diesen unglaublichen Holperstrassen ziemlich gelitten und eine unerwünschte Dusche haben wir auch noch bekommen, als der Monsun meinte, er müsse zurück kommen. Aber wir waren einfach nur noch froh, dass wir am Abend wieder in Dili waren!
Aber nur zur Jaco-Insel: Auch wenn die Reise beschwerlich war, es war einfach nur schlicht sagenhaft genial. Am ersten Tag waren wir die einzigen Leute überhaupt auf der ganzen Insel. Und diese Insel sieht wirklich so aus, wie man sich eine Trauminsel vorstellt! Wir gingen dann dort schnorcheln und genossen einfach nur die Sonne. Und zwischenzeitlich hatten wir dann noch ein ganz klein wenig Glück: Am Abend hat uns Paul, der uns begleitet hat noch ein Foto gezeigt, welches er vom Strand aus geknipst hat, als wir beide gerade im Wasser am schnorcheln waren. Er hat gedacht, ein Mantarochen sei an der Oberfläche. So wollte er uns zu erst rufen und uns sagen, wir sollen doch an diesen Punkt schwimmen. Zum Glück waren unseren Ohren im Wasser. Denn: Der Zoom beim Foto hat uns dann schnell gezeigt, um was es sich dabei gehandelt hat: Ein Salzwasserkrokodil!!! Danach hörten wir dann auch von Einheimischen, dass ein Monat zu vor ein kleines Mädchen und ihre Mutter von einem Krokodil getötet wurden… Ja, das hat uns verständlicherweise ein wenig verunsichert 🙂
Und nun sind wir wieder in Dili. Heute konnten wir endlich das Visum abholen! Leider ist es aber nicht möglich, dass wir morgen weiter reisen, da der Bus nach Kupang (Indonesien) ausgebucht ist. Wir haben uns jetzt dazu entschieden, morgen noch Tauchen zu gehen. Vielleicht sehen wir ja noch eine Seekuh 🙂
Generell können wir aber sagen: Osttimor ist wirklich ein überhaupt nicht asiatisches Land! Sehr anstrengend, spannend, abwechslungsreich, wunderschön und ausserhalb von Dili einfach nur super tolle Leute (von denen eigentlich fast niemand Englisch kann, nur Tetum)!
Jedenfalls fühlen wir uns nun wie richtige Backpacker!
Hoi Zäme
Isch spannend zum läse, was ihr alles erläbed und würkli guet gschribä. Ha gar nid gwüsst, dasses Salzwasserkrokodil git…
Hoffentlich bis bald und alles Gueti
Chäbe (P)
Hallo ihr zwei! Das tönt ja alles mega cool und spannend! Wie habt ihr das mit der Kreditkarte gelöst?
Mit ganz lieben Grüssen und Kussi Corinna
haha, ja das böse Salzwasserkrokodil!! zum Glück haben wir das nicht live gesehen und nur auf dem Foti entdeckt! (wie in Lukis Kinderbüechli das Loch Ness 😉 ) sonst hätte ich dann glaubs ganz schön pipi ins badehöschen gemacht!!!
Das mit der Bankkarte ist nur halb so wild, wir haben noch die Kreditkarten, die funktionieren. ist halt jedes mal teuer, aber geld ist geld….
bis bald ihr lieben!
So ich meld mich jetzt au mal wieder da. 🙂
Het ja leider nonig klappt wieder mal ungstört mit eu ztelefoniere aber isch verständlich. 🙂 Schön zläse, dasser au wieterhin spannendi (nöd immer schöni) Erfahrige mached. Freu mi druf eu bald wieder zgseh…isch krass wefil Ziet vergange isch und zwar sehr rasant.
Wünsch eu wieterhin e gueti Reis und freu mi was vo eu zghöre segs es E-Mail oder en wietere Reisebricht.
LG Zumbi
Ja das mitem skype isch sone sach… s’internet isch da eifach nanig ufme guete stand 🙂
Mir froied ois au scho chli wieder hei z’cho. vemissed oi all au!
Mer lueged, dassmer de rescht vo de reis au na aktiv uf de blog stelled 🙂
besti grüess
Danke du liebi! ja, mi werdeds no gnüsse und scho bald gahts heiwerz… isch echt es erlebnis gsie, das osttimor…
morn machemer ä viertägigi tour durch westtimor und lueged was das so zbüüte hät 😉 ganz liebi grüess
Hoi ihr liebe (jetzt richtige) backpacker! =P Äs isch schön gsi vo eu z’läse und z’wüsse dases eu guet gaht! Gnüssed di letschte wuche no wiiter i volle züüg!!